Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie Informationen über mögliche betriebliche Auswirkungen und einzuleitende Maßnahmen in Form einer Checkliste.

In schwierigen Unternehmenssituationen gilt: Liquidität kommt vor Rentabilität. Daher muss bereits bei ersten Anzeichen für Veränderungen das Thema „Liquidität und Finanzierung“ auf dem Prüfstand stehen.

 

Schritt 1: Nüchterne Bestandsaufnahme der aktuellen Liquiditätssituation

Zunächst sollten Sie eine nüchterne Bestandsaufnahme der aktuellen Liquiditätssituation machen. Hilfreich dabei ist folgende Checkliste:

Checkliste: Bestandsaufnahme der aktuellen Liquiditätssituation

  1. Welche Kreditvereinbarungen bestehen für Kontokorrentkredite auf den Geschäftsgirokonten?
  2. Wie ist die aktuelle Ausnutzung dieser Kreditlinien – welche Reserven sind noch vorhanden?
  3. Wie ist die weitere Liquiditätsentwicklung zu erwarten:
    1. Welche Zahlungseingänge werden ausbleiben oder sich gegenüber dem Normalfall verzögern?
    2. Welche zusätzlichen Zahlungsausgänge werden ggf. anfallen?
    3. Welche Zahlungseingänge könnten beschleunigt werden?
    4. Welche Zahlungsausgänge könnten verzögert werden, ohne bestehende Vereinbarungen zu verletzen?
    5. Welche Lieferantenkonditionen könnten ggf. verändert werden, um die Liquiditätssituation zu entschärfen?
    6. Welche Investitionen können erst einmal zurückgestellt werden?
    7. Welche Entnahmen/Ausschüttungen können vorübergehend zurückgestellt werden?

 

Schritt 2: Gespräche mit Kreditgebern

Je nach Ergebnis von Schritt 1 kann es dann erforderlich werden, mit den Kreditgebern in Gespräche zu gehen. Hierfür wichtig sind aktuelle Auswertungen in Form von Jahresabschlüssen und BWA.

 

Schritt 3: Weitere Sofort-Maßnahmen (vgl. auch Newsletter vom 16.03.2020)

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der kurzfristigen Liquidität sind u.a.:

  • Zeitnahe Fakturierung sämtlicher Lieferungen und Leistungen
  • Eintreibung, Mahnung der fälligen offenen Forderungen
  • Beschränkung des Einkaufs auf betriebsnotwendige Güter
  • Ausweitung der Zahlungsziele bei Lieferanten, auch zu Lasten von Skontoerträgen
  • Vorauskasse bei Kundenbestellungen
  • Abschlagsrechnungen bei größeren Aufträgen und längeren Fertigungszeiten
  • Sale-and-lease-back von Anlagegütern
  • Fremdfinanzierung von geplanten Investitionen
  • Vermeidung nicht betriebsnotwendiger Kosten

Vgl. dazu auch die Checkliste der LfA (https://lfa.de/bankenleitfaden/texte/check_liquide.htm), die auch mittel- bzw. langfristige Maßnahmen enthält.

 

Kontaktieren Sie uns zu den Themen bitte bei Bedarf, wir werden Sie bei Ihren Fragen bestmöglich unterstützen.

Ihre Berater der SWMP